WILSONVILLE (IT BOLTWISE) – Für stattliche 385 Millionen Dollar übernimmt die für Wärmebildkameras bekannte Flir Systems den Roboterhersteller Endeavor Robotics. Zusammen mit einem zuvor übernommenen Drohnenhersteller hat Flir nun das Potential, bei militärisch nutzbaren Aufklärungsrobotern eine Führungsrolle einzunehmen.

Flir will die Roboter verwenden für Aufgaben wie Aufklärung, Inspektion und Handhabung gefährlicher Objekte bei Militär, Polizei und zivilen Anwendern. Die bei Boston angesiedelte Endeavor Robotics hat bisher über 7000 Roboter in gut 55 Länder geliefert. Neben Polizei und Militär verwendet die Industrie solche Kleinroboter, insbesondere für Inspektionen in Kraftwerken und Anlagen.

Ein großer Kunde ist das U.S. Marine Corps, das bis Mitte 2018 Roboter im Wert von 24 Mio. Dollar bei Endeavor Robotics eingekauft hat. Ende 2017 hat Endeavor von der U.S. Army einen Auftrag zur Produktion von transportablen Robotern („Man Transportable Robot System“) erhalten. Endeavor Robotics wurde ursprünglich gegründet als Unternehmensbereich für Verteidigung und Sicherheit des Roboterherstellers iRobot und 2016 an die Finanzholding Arlington Capital verkauft.

Erst im November 2018 hatte Flir den Drohnenhersteller Aeryon übernommen. Ebenso wie bei Endeavor Robotics sind die Hauptkunden von Aeryon Militär, Polizei und Industrie. Somit verfügt Flir über fliegende und bodengestützte Plattformen für seine Wärmebildkameras und andere Sensoren.

Roboter von Endeavor tragen Kameras und oft Greifer.
Roboter von Endeavor tragen Kameras und oft Greifer. (Bild: Endeavor Robotics)




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