CHICAGO / LONDON (IT BOLTWISE) – Ein massiver Datenverstoß bei TransUnion hat die persönlichen Informationen von 4,4 Millionen US-Verbrauchern offengelegt. Die Sicherheitslücke, die auf einen Angriff auf eine Salesforce-Datenbank zurückzuführen ist, zeigt die Risiken der Nutzung von Drittanbieterdiensten auf.

Ein kürzlich aufgetretener Datenverstoß bei TransUnion hat die persönlichen Informationen von 4,4 Millionen US-Verbrauchern offengelegt. Die Sicherheitslücke, die am 28. Juli 2025 begann, wurde durch einen Cyberangriff auf eine Drittanbieteranwendung verursacht, die für den Kundensupport von TransUnion genutzt wird. Obwohl das Kernkreditdatenbank von TransUnion nicht betroffen war, wurden sensible Daten wie Namen, Geburtsdaten, Telefonnummern und Sozialversicherungsnummern kompromittiert.
Die Sicherheitsverletzung wird mit der Hackergruppe UNC6395 in Verbindung gebracht, die bekannt dafür ist, Unternehmen anzugreifen, die große Mengen an Kundendaten speichern. Diese Gruppe hat in der Vergangenheit ähnliche Angriffe auf Unternehmen wie Allianz Life, Farmers Insurance und andere durchgeführt. Experten von Mandiant, einem Unternehmen im Besitz von Google, haben diese weit verbreitete Datendiebstahlkampagne ebenfalls UNC6395 zugeschrieben.
Der Angriff zielte auf eine Salesforce-Datenbank ab, die von TransUnion für den Kundensupport genutzt wird. Die Angreifer nutzten soziale Ingenieurstechniken, um Mitarbeiter dazu zu bringen, bösartige Anwendungen zuzulassen, die dann Daten von großen Plattformen wie Salesforce stehlen konnten. Die spezifische Drittanbieteranwendung, die in diesen Angriffen ins Visier genommen wurde, war ein Tool namens Salesloft Drift.
Die Angreifer behaupten, Daten von mehr als 13 Millionen Menschen gestohlen zu haben, darunter über 4,4 Millionen US-Verbraucher. Eine Überprüfung der gestohlenen Daten ergab, dass sie eine erhebliche Menge an persönlichen Informationen sowie Details zu Kundensupport-Tickets enthalten. Trotz der Behauptung von TransUnion, dass die kompromittierten Daten “begrenzt” seien, stellt die Präsenz unzensierter Sozialversicherungsnummern ein ernstes Sicherheitsereignis dar.
Dieser Vorfall verdeutlicht die Risiken, die mit der Nutzung von Drittanbieterdiensten verbunden sind. Selbst wenn die Hauptsicherheitssysteme eines Unternehmens stark sind, kann eine Schwachstelle bei einem seiner vertrauenswürdigen Partner zu einem massiven Datenleck führen. Cory Michal, Vizepräsident für Informationssicherheit bei AppOmni, kommentierte, dass “dieser Vorfall ein erheblich höheres Risiko für die Opfer darstellt als viele der bisher bekannt gewordenen Salesforce-bezogenen Verstöße, da er Sozialversicherungsnummern zusätzlich zu Kontakt- und Supportdaten umfasst.”

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