STUTTGART / LONDON (IT BOLTWISE) – Eine neue Studie aus Baden-Württemberg zeigt signifikante Unterschiede im wirtschaftlichen Wissen zwischen Mädchen und Jungen auf. Während Jungen in Tests zu wirtschaftlichen Themen besser abschneiden, bleibt das Interesse der Mädchen an diesen Themen oft hinter den Erwartungen zurück. Experten betonen die Notwendigkeit gezielter Bildungsmaßnahmen, um diese Lücke zu schließen und langfristige Nachteile für Mädchen zu vermeiden.

In einer umfassenden Studie der Universität Tübingen wurde der Wissensstand von fast 2.000 Zehntklässlern in Baden-Württemberg hinsichtlich wirtschaftlicher Themen untersucht. Die Ergebnisse zeigen, dass Mädchen in Tests zu wirtschaftlichen Fragestellungen im Durchschnitt 13 Prozent schlechter abschnitten als ihre männlichen Mitschüler. Diese Differenz entspricht fast einem Dreiviertel eines Schuljahres Rückstand.
Die Untersuchung ergab, dass Schüler mehr als acht von zwölf Testfragen zu Themen wie Inflation und Zinsberechnung korrekt beantworteten, während Schülerinnen weniger als sieben richtige Antworten erzielten. Als Hauptursachen für diese Differenz werden geringere mathematische Fähigkeiten und ein geringeres Interesse der Mädchen an wirtschaftlichen Themen identifiziert.
Langfristig könnte dieses Defizit gravierende Auswirkungen haben, insbesondere wenn es darum geht, im späteren Leben finanzielle Entscheidungen zu treffen oder für das Alter vorzusorgen. Studienleiterin Taiga Brahm betont die Notwendigkeit, bereits in jungen Jahren gezielte Maßnahmen zu ergreifen, um diese Wissenslücke zu schließen.
Empfehlungen der Wissenschaftler umfassen praxisnahe Unterrichtsansätze wie Rollenspiele und Projekte sowie das Einbinden weiblicher Vorbilder in den Schulbüchern und Unterricht. Diese Maßnahmen sollen das Interesse und Selbstvertrauen der Mädchen stärken und sicherstellen, dass beide Geschlechter mit einem vergleichbaren wirtschaftlichen Verständnis die Schule verlassen.

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