LONDON (IT BOLTWISE) – Ein Konsortium aus neun namhaften Unternehmen der Ölbranche namens VAKT hat ein internetbasiertes Handelssystem für Rohöl geschaffen. Das auf der Blockchain basierende System verspricht große Einsparungen bei sicherer Abwicklung der Transaktionen.


Die Öl- und Gasindustrie hat mit der Eröffnung einer neuen Handelsplattform einen großen Schritt zur Digitalisierung getan. Nach Einschätzung von VAKT ist das Handelssystem die erste in Betrieb gehende Blockchain-Handelsplattform für Unternehmen. VAKT wurde als Joint-Venture gegründet von BP, Shell, der norwegischen Equinor, den Banken ABN Amro, ING und Societe Generale sowie drei Rohstoffhändlern.

Das Ziel ist, die bisherigen, auf Papier basierenden Kontrakte zu digitalisieren. Traditionell werden die Geschäft über Verträge getätigt. Die werden gefaxt, gescannt und per Mail gesendet oder sogar noch per Post an die beteilige Partner verschickt. Die Nutzung von VAKT soll die Kosten und Risiken das Handels mit Rohstoffen zu reduzieren.

Gegründet im November 2017, brauchte die in London ansässige VAKT kaum länger als ein Jahr bis zur Marktreife. Denn als technische Basis wird Quorum verwendet, ein Handelssystem von JP Morgan. Verwendet wird die Blockchain für das „Post-Transaction Management“, also die Durchführung der Transaktion, nachdem die Vereinbarung des Handels zuvor über konventionelle Software durchgeführt wurde. Im Laufe der Zeit will VAKT ab 2019 den Blockchain-basierten Handel auch für andere Formen des Energiehandels einführen.


Ölhandel erfolgt bals digital (Foto: Pixabay)
Für den Öl- und Gashandel wird gerade ein Blockchain-System eingeführt (Foto: Pixabay)



Ergänzungen und Infos bitte an die Redaktion per eMail an de-info[at]it-boltwise.de


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