WASHINGTON / LONDON (IT BOLTWISE) – Die US-Regierung erwägt, den Gazastreifen für mindestens zehn Jahre unter eine von den USA verwaltete Treuhandgesellschaft zu stellen. Dieser Plan, bekannt als GREAT Trust, zielt darauf ab, den Gazastreifen durch umfangreiche Investitionen in Megaprojekte wirtschaftlich zu transformieren. Kritiker warnen jedoch vor den völkerrechtlichen und sicherheitspolitischen Implikationen einer solchen Umsiedlung.

Die US-Regierung zieht in Erwägung, den Gazastreifen für mindestens zehn Jahre unter eine von den USA verwaltete Treuhandgesellschaft zu stellen. Dieser Plan, bekannt als GREAT Trust (Gaza Reconstitution, Economic Acceleration and Transformation Trust), sieht vor, den Gazastreifen durch umfangreiche öffentliche und private Investitionen in sogenannte Megaprojekte wirtschaftlich zu transformieren. Geplant sind unter anderem Fabriken für Elektrofahrzeuge, Rechenzentren, Strandresorts und Hochhäuser zum Wohnen.
Ein zentrales Element des Plans ist die Umsiedlung der zwei Millionen Einwohner des Gazastreifens. Diese sollen entweder dazu bewegt werden, in ein anderes Land auszureisen, oder in abgesperrte Zonen innerhalb des Küstenstreifens gebracht werden. Jeder Palästinenser, der bereit ist, den Gazastreifen zu verlassen, soll 5.000 Dollar und ein Jahr lang Lebensmittel erhalten. Diese Maßnahmen stoßen jedoch auf heftige Kritik von Experten, die darauf hinweisen, dass eine solche Vertreibung gegen das Völkerrecht verstößt.
Die Idee, den Gazastreifen in eine „Riviera des Nahen Ostens“ zu verwandeln, wurde bereits im Februar von US-Präsident Trump vorgestellt und sorgte damals für einen internationalen Aufschrei. Kritiker führen an, dass massenhafte Umsiedlungen in andere Länder der Region ein destabilisierender Faktor und ein Sicherheitsrisiko für den Nahen Osten sein könnten. Zudem äußern sie Zweifel an der Finanzierung und Umsetzung des Plans.
Die Umsetzung des GREAT Trust Plans würde erhebliche Investitionen erfordern, um die geplanten Megaprojekte zu realisieren. Dies wirft Fragen zur Finanzierung und zur praktischen Durchführbarkeit auf. Während einige Befürworter argumentieren, dass solche Projekte wirtschaftliche Chancen für die Region schaffen könnten, bleibt unklar, wie die Umsiedlung der Bevölkerung und die Schaffung der Infrastruktur in einem politisch instabilen Umfeld umgesetzt werden sollen.

- Die besten Bücher rund um KI & Robotik!
- Die besten KI-News kostenlos per eMail erhalten!
- Zur Startseite von IT BOLTWISE® für aktuelle KI-News!
- IT BOLTWISE® kostenlos auf Patreon unterstützen!
- Aktuelle KI-Jobs auf StepStone finden und bewerben!
Stellenangebote

Gruppenleiter*in Embedded AI – Hardwareentwicklung

KI Entwickler (m/w/d)

Technical Product Owner - AI (gn)

Rechtsanwaltsfachangestellte (w/m/d) – Legal Tech, KI & Kleos

- Künstliche Intelligenz: Dem Menschen überlegen – wie KI uns rettet und bedroht | Der Neurowissenschaftler, Psychiater und SPIEGEL-Bestsellerautor von »Digitale Demenz«
Du hast einen wertvollen Beitrag oder Kommentar zum Artikel "US-Plan zur Umsiedlung aus Gaza: Chancen und Risiken" für unsere Leser?
Es werden alle Kommentare moderiert!
Für eine offene Diskussion behalten wir uns vor, jeden Kommentar zu löschen, der nicht direkt auf das Thema abzielt oder nur den Zweck hat, Leser oder Autoren herabzuwürdigen.
Wir möchten, dass respektvoll miteinander kommuniziert wird, so als ob die Diskussion mit real anwesenden Personen geführt wird. Dies machen wir für den Großteil unserer Leser, der sachlich und konstruktiv über ein Thema sprechen möchte.
Du willst nichts verpassen?
Du möchtest über ähnliche News und Beiträge wie "US-Plan zur Umsiedlung aus Gaza: Chancen und Risiken" informiert werden? Neben der E-Mail-Benachrichtigung habt ihr auch die Möglichkeit, den Feed dieses Beitrags zu abonnieren. Wer natürlich alles lesen möchte, der sollte den RSS-Hauptfeed oder IT BOLTWISE® bei Google News wie auch bei Bing News abonnieren.
Nutze die Google-Suchmaschine für eine weitere Themenrecherche: »US-Plan zur Umsiedlung aus Gaza: Chancen und Risiken« bei Google Deutschland suchen, bei Bing oder Google News!