LONDON (IT BOLTWISE) – Die Einführung von Stablecoin-Gesetzen in den USA hat weltweit für Aufsehen gesorgt. Viele Länder befürchten, dass dollarbasierte Stablecoins die Dominanz des Dollars in internationalen Zahlungen verstärken und möglicherweise ihre eigenen Zahlungssysteme verdrängen könnten. Doch anstatt sich defensiv zu verhalten, sollten Regierungen und Zentralbanken die Gelegenheit nutzen, um ihre Finanzsysteme zu modernisieren.

Die Einführung von Stablecoin-Gesetzen in den USA hat weltweit für Aufsehen gesorgt. Viele Länder befürchten, dass dollarbasierte Stablecoins die Dominanz des Dollars in internationalen Zahlungen verstärken und möglicherweise ihre eigenen Zahlungssysteme verdrängen könnten. Doch anstatt sich defensiv zu verhalten, sollten Regierungen und Zentralbanken die Gelegenheit nutzen, um ihre Finanzsysteme zu modernisieren.
Stablecoins, die an den US-Dollar gebunden sind, werfen ein Schlaglicht auf die Ineffizienzen moderner Finanzsysteme. Sie zeigen, wie neue Technologien effizientere, kostengünstigere und allgemein zugängliche Mittel für inländische und grenzüberschreitende Zahlungen schaffen können. Gleichzeitig offenbaren sie das mangelnde Vertrauen in die Zentralbanken und Währungen vieler Länder. Die Lösung dieser grundlegenden Probleme sollte für Regierungen, Regulierungsbehörden und Zentralbanken oberste Priorität haben.
Ein Beispiel ist die Eurozone, die zwar eine gemeinsame Währung und stark regulierte Finanzmärkte hat, aber ein einheitliches Zahlungssystem fehlt. Die Europäische Zentralbank arbeitet an der Schaffung eines digitalen Euro, um dieses Problem zu mildern. Doch das Fehlen privater Alternativen verdeutlicht die Fragmentierung der europäischen Bankensysteme und Finanzmärkte sowie die politischen Kräfte, die den Euro als globale Reservewährung einschränken.
Länder wie China und Indien, die über hervorragende inländische Zahlungssysteme verfügen, sind ebenfalls besorgt. Trotz ihrer fortschrittlichen Systeme leiden sie gelegentlich unter einem schwachen Vertrauen ausländischer Investoren in ihre Währungen und Zentralbanken. Dollarbasierte Stablecoins könnten den Aufstieg des Renminbi und der Rupie als globale Zahlungsmittel behindern, selbst für ihre eigenen Importe und Exporte.
Ein weiteres Anliegen ist, dass Stablecoins Bankeinlagen verdrängen und Geschäftsbanken untergraben könnten. Viele Banken ergreifen Maßnahmen, um ihre Einlagen zu tokenisieren und so die Nutzung für Blockchain-basierte Transaktionen zu erleichtern. Sie senken auch ihre hohen Gebühren für grenzüberschreitende Zahlungen. Angesichts neuer Konkurrenz reduzieren sie Kosten und steigern die Effizienz, was der richtige Ansatz ist.
Die beste Antwort auf den Aufstieg von dollarbasierten Stablecoins ist nicht die Förderung von privaten Versionen in Landeswährung oder die Ausgabe von digitalen Zentralbankwährungen für den Einzelhandel. Diese Ansätze sind nur Pflaster, die die tieferliegenden Probleme der Finanzsysteme nicht lösen. Stattdessen sollte die Priorität auf der Entwicklung robuster und inklusiver inländischer Zahlungssysteme liegen. Es ist wichtig, Reibungen bei grenzüberschreitenden Zahlungen zu minimieren und das Vertrauen in die Zentralbanken und die von ihnen unterstützten Währungen zu stärken.

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