TOKIO / MÜNCHEN (IT BOLTWISE) – Neue Forschungen zeigen, dass die Verbesserung des Glukosestoffwechsels in Gliazellen das Fortschreiten von Alzheimer verlangsamen könnte.
In einer kürzlich veröffentlichten Studie in der Fachzeitschrift Disease Models & Mechanisms untersuchten Forscher die Rolle von Gliazellen im Zusammenhang mit Alzheimer. Diese Zellen, die das Nervensystem unterstützen, könnten eine entscheidende Rolle bei der Verlangsamung der Krankheit spielen. Die Studie, die Fruchtfliegen als Modellorganismus verwendete, zeigte, dass eine gestörte Glukoseaufnahme in Gliazellen die Entzündung und den neuronalen Schaden, der durch die Ansammlung von Tau-Proteinen verursacht wird, verschlimmern kann.
Alzheimer ist durch die abnormale Ansammlung von Tau-Proteinen in Gehirnzellen, Gehirnentzündungen und einen reduzierten Glukosestoffwechsel gekennzeichnet. Obwohl diese Merkmale bekannt sind, ist ihre Beziehung zueinander noch nicht vollständig verstanden. Insbesondere die Rolle der Gliazellen, die eine gesunde Umgebung für Neuronen aufrechterhalten, ist von Interesse. Diese Zellen sind auch an Immunantworten im Gehirn beteiligt und könnten zur Progression von Alzheimer und anderen neurodegenerativen Erkrankungen beitragen.
Forscher der Tokyo Metropolitan University untersuchten, wie die Akkumulation von Tau-Proteinen die Funktion von Gliazellen beeinflusst und ob Veränderungen im Gliazellstoffwechsel zur Neurodegeneration beitragen. Sie verwendeten genetisch veränderte Fruchtfliegen, die menschliche Tau-Proteine in der Retina exprimieren, um Anzeichen von Neurodegeneration zu beobachten.
Die Einführung des menschlichen Gens GLUT3, das die Glukoseaufnahme verbessert, in die Tau-exprimierende Retina der Fliegen führte zu einer signifikanten Reduktion von Entzündungen und Zellschäden, obwohl die Menge an Tau-Protein nicht reduziert wurde. Dies deutet darauf hin, dass die Unterstützung des Glukosestoffwechsels in Gliazellen die schädlichen Auswirkungen der Tau-Akkumulation abmildern könnte.
Die Ergebnisse legen nahe, dass die Verbesserung des Glukosestoffwechsels in Gliazellen eine vielversprechende therapeutische Strategie zur Verlangsamung neurodegenerativer Prozesse darstellen könnte. Während die Studie an Fruchtfliegen durchgeführt wurde, könnten die Erkenntnisse auch auf den Menschen übertragbar sein, da Gliazellen wie Astrozyten und Mikroglia im menschlichen Gehirn eine ähnliche Rolle spielen.
Die Forscher betonen jedoch, dass weitere Untersuchungen, insbesondere an Säugetieren, notwendig sind, um die Ergebnisse zu bestätigen. Zukünftige Studien könnten auch untersuchen, ob ähnliche metabolische Interventionen bei anderen neurodegenerativen Erkrankungen wie Parkinson oder amyotropher Lateralsklerose hilfreich sein könnten.
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